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BUND und "Sandbag" outen die zehn größten Profiteure des CO2-Emissionshandels.

Carbon Footprint
CO2-Emissionshandel
25.02.2013
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Der EU-Emissionshandel gerät zunehmend in die Kritik. Jetzt haben der BUND und die britische Umweltschutzorganisation "Sandbag Climate Campaign" eine Untersuchung veröffentlicht, in der die zehn deutschen Industrieunternehmen mit den meisten Überschüssen benannt werden.

Der BUND und Sandbag werfen den Unternehmen vor die Kostenbelastungen durch den EU-Emissionshandel zu übertreiben. Die Realität sieht nämlich so aus: Alleine in Deutschland haben Industrieunternehmen inzwischen 85 Millionen überschüssige Klimagas-Zertifikate angehäuft. Damit könnte ein ganzes Land wie zum Beispiel Österreich seine CO2 Freiheit erkaufen.

Der Klimagoldesel 2013 berichtet, wie Unternehmen in Deutschland vom europäischen Emissionshandel profitieren.

Unter den 10 Unternehmen mit den meisten Überschüssen befinden sich zum Beispiel ArcelorMittal, die Salzgitter AG, BASF und ThyssenKrupp. Zukünftige Klimaschutzmaßnahmen würden an den untersuchten Unternehmen so gut wie kostenneutral vorüberziehen. "Allein die zehn größten Profiteure des CO2-Zertifikatehandels konnten ... bislang Zusatzgewinne von 1,2 Milliarden Euro einstreichen. Der Zertifikate-Überschuss versetzt diese Unternehmen in die Lage, bis 2020 für ihre CO2-Emissionen nichts zahlen zu müssen", sagte die BUND-Klimaexpertin Tina Löffelsend.



Der Klimagoldesel 2013 berichtet, wie Unternehmen in Deutschland vom europäischen Emissionshandel profitieren.


 

Deshalb fordert Löffelsend die CO2-Zertifikate zu verteuern und zu verknappen. Nur so könnten sie zu einem wirksamen Instrument für mehr Klimaschutz werden. Nebenbei würde dies auch der Energiewende in Deutschland nützen, denn mit höheren staatlichen Einnahmen aus dem Emissionshandel ließen sich zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen realisieren. Auch die EEG-Umlage sänke, würde sich klimaschädlicher Kohlestrom durch den höheren CO2-Zertifikatspreis verteuern.

"Während sich die Industrie auf überschüssigen CO2-Zertifikaten ausruht, blockiert Bundeswirtschaftsminister Phillip Rösler die Reform des europäischen Emissionshandels", kritisierte Löffelsend. "Bundeskanzlerin Angela Merkel muss diese Blockade auflösen. Die Reform des EU-Emissionshandels ist überfällig", sagte die BUND-Klimaexpertin.

Quelle: EUTL and Sandbag Company Database
* Überschüsse und kostenlose Zertifikate wurden um bekannte Kuppelgastransfers reduziert. Details s. Anhang.
† Im Bericht vom November 2011 wurde ROGESA als Tochtergesellschaft der Dillinger Hütte erfasst
Quelle: EUTL and Sandbag Company Database
* Überschüsse und kostenlose Zertifikate wurden um bekannte Kuppelgastransfers reduziert. Details s. Anhang.
† Im Bericht vom November 2011 wurde ROGESA als Tochtergesellschaft der Dillinger Hütte erfasst

"Die von uns untersuchten zehn Unternehmen haben von 2008 bis 2011 ein Drittel mehr CO2-Zertifikate erhalten, als sie Kohlendioxid emittierten. Diese Überschüsse sind allein zwischen 2010 und 2011 um rund 40 Prozent gestiegen. Das heißt, energieintensive Industrieunternehmen konnten erkleckliche Zusatzprofite einstreichen. Sie können ihre überschüssigen Zertifikate verkaufen oder gegen preiswerte internationale CO2-Gutschriften eintauschen", sagte Damien Morris, Klimaexperte bei "Sandbag".

Bericht "Der Klimagodesel 2013"

 

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