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Gut, aber teuer? Was kostet Strom aus Sonne, Wind und Wasser wirklich?

Stromkosten
Erneuerbare Energien Gesetz - EEG
18.01.2013
  • Aurilion Desig GmbH

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    Die Aurilion Design GmbH ist ein Dienstleister für Entwicklungsaufgaben. eigenständiger ...

 

Titel des Bildes

Es gab einmal ein Land in dem floss der Strom billig aus der Steckdose, bis die Energiewende kam. So könnte man die derzeitige Meinung der Bevölkerung zum Thema Strompreisentwicklung zusammenfassen. Doch, wie viel Wahrheit steckt in diesem Glauben und handelt es sich unter Umständen sogar um einen Irrglauben, produziert durch die Atomlobby?

Die Energiewende ruft beim privaten Verbraucher zunehmend Stirnrunzeln hervor. Viele verbinden sie mit der ungeliebten EEG-Umlage, die erst zu Anfang diesen Jahres um knapp 50 Prozent erhöht wurde. Von 3,59 Cent auf 5,28 Cent je Kilowattstunde. So teuer ist es also, umweltverträglichen Strom zu produzieren. Da wünscht sich der eine oder andere vielleicht doch insgeheim, den billigen Atomstrom zu behalten. Eine Umfrage der Bild-Zeitung unter mehr als 100.000 Lesern lieferte ein nüchternes Ergebnis. 65 Prozent wollen lieber die Kernenergie zurück.

Doch was der Verbraucher nicht weiß und worüber die konservativen Politiker und Industrievertreter lieber schweigen, hat jetzt eine Studie des FÖS (Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft) ans Licht gebracht. Atomstrom, Kohle- Gas- kosten den Verbraucher mehr als die natürlichen Ressourcen, Wind, Wasser und Sonne. Über Jahrzehnte haben die Steuerzahler die teure und umweltschädliche Energiegewinnung subventioniert, versteckt, unbemerkt.

Für Atomstrom floß am meisten Geld

Mindestens 187 Milliarden Euro flossen in Deutschland seit 1970 in Atomstrom. Die Kohleförderung betrug 177 Milliarden für Steinkohle und 65 Milliarden für Braunkohle. Geradezu verschwindend klein wirken da die 54 Milliarden Euro, die der Staat in den Ausbau der erneuerbaren Energien gesteckt hat.

Kummulierte Staatliche Förderung

So kommt es, dass der Verbraucher schon viel Geld für teueren und schmutzigen Strom bezahlt hat, ohne davon zu wissen, denn auf der Stromrechnung erscheint nur die EEG-Umlage für erneuerbare Energien.
Stünde dort auch ein Posten für die konventionelle Energieerzeugung, wäre der Betrag mit etwa 10,2 Cent/KWh fast doppelt so hoch. Würde man diesen Betrag noch aufschlagen käme der Strom auf einen Preis von 37 Cent je Kilowattstunde.

Stromkosten liegen bei 37 Cent

"Konventionelle Energien verursachen deutlich mehr Kosten, als den Stromkunden direkt in Rechnung gestellt wird", sagt Eike Meyer, stellvertretender Geschäftsführer beim FÖS.
Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes bestätigt: "Nicht nur Atomkraft, sondern auch Kohle, sind über Jahrzehnte vom Steuerzahler subventioniert worden. Das sind deutlich höhere Kosten als das, was wir im Augenblick für die Energiewende und für die erneuerbaren Energien ausgeben."

Kosten als EEG Umlage


Atomstrom wird etwas mehr gefördert als erneuerbare Energien

Die Studie zieht die Bilanz der letzten vier Jahrzehnte. Demnach wurden erneuerbare Energien mit durchschnittlich 3,4 Cent je Kilowattstunde gefördert. Braunkohlestrom wurde mit 1,3 Cent und Steinkohle von 3,3 Cent gefördert. Am teuersten kommt der vermeintlich so billige Atomstrom. Satte 4,0 Cent je Kilowattstunde schießt der Staat und damit der Steuerzahler zu. Dabei bestehen die Förderungen aus Subventionen und Steuervergünstigungen.

Summe staatlicher Förderwerte

Der Blick nach vorne

Summiert wurde in der Studie auch die gesamtgesellschaftlichen Stromkosten der einzelnen Herstellungsverfahren. Denn was in der Rechnung oft fehlt, sind die enormen volkswirtschaftlichen Folgekosten, die die konventionelle Stromerzeignung mit sich bringt. Endlagerung von Atommüll, Klimaschäden, Umweltverschmutzung diese Kosten tragen nicht die Erzeuger, sondern die Steuerzahler. Und im Falle von Atomstrom wohl noch eine lange, lange Zeit.
Für 2012 rechnete die FÖS nach. Demnach ist Atomstrom mit 42,2 Cent je Kilowattstunde, bei der Einrechnung aller externen Kosten, die am höchsten geförderte Herstellungsart. Gefolgt von der Fotovoltaik mit 36,7 Cent. Braunkohle und Steinkohle bewegen sich im Mittelfeld mit 15,6 bzw. 14,8 Cent. Am günstigsten für die Volkswirtschaft produzieren Wind- und Wasserkraftwerke mit 8,1 Cent bzw. 7,6 Cent Förderung je Kilowattstunde Strom.

Summe der externen Kosten

Das der Solarstrom derzeit so hoch zu Buche schlägt führen die Experten der FÖS auf die hohen Anfangsinvestitionen der teuren Technik zurück. Schaut man in den Jahren zurück zeigt sich, dass in den Anfangsjahren der Atomstrom mit 60 Cent eine fast doppelt so hohe Förderung erhielt.

spezifische Förderwerte

"Diese Zahlen zeigen, dass einige erneuerbare Energien heute schon günstiger sind als konventionelle Energieträger, wenn außer dem Strompreis auch die Kosten von staatlichen Förderungen sowie die Kosten für Umwelt- und Klimabelastung sowie nukleare Risiken einbezogen werden", stellt Meyer fest. Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt Jochen Luhmann vom "Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie". "Wir müssen die Frage stellen, ob Strom mit Energiewende wirklich teurer wäre als ohne. Die entsprechenden Untersuchungen zeigen inzwischen, dass die Variante mit Energiewende die billigere ist."

Unabhängigkeit vom Öl

Neben den ganzen Kosten kommt ein weiterer Aspekt zum Tragen. Die Agentur für Erneuerbare Energie rechnet vor, inwieweit die erneuerbaren Energien unseren Bedarf an fossilen Energieträgern mindern. 2011 wurden für 80 Milliarden Euro fossile Energierohstoffe importiert. Durch erneuerbare Energien konnten hier 7 Prozent, umgerechnet 6 Milliarden Euro eingespart werden. Bis 2020 wird bei steigender Preisentwicklung mit Importausgaben von 120 Milliarden gerechnet, vorausgesetzt die Menge der importierten Rohstoffe bleibt gleich. Dementsprechend wichtig wird es sein, die erneuerbaren Energien auszubauen, um zunehmend unabhängiger zu werden.

Autorin: Stephanie Gädicke

Quelle:

 Studie der FÖS "Was Strom wirklich kostet"

weitere Artikel zum Thema:

Was kostet die Energiewende die deutsche Industrie - Studie der FÖS bringt Klarheit



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